Facebook erwägt Insellösung für Schleswig-Holstein
21.10.2011
Nach längerem Streit zwischen Facebook und dem Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz aus Schleswig-Holstein scheint sich eine ungewöhnliche Lösung abzuzeichnen. Facebook erwägt, eine Sonderbehandlung für Nutzer aus Schleswig-Holstein einzuführen.

Facebook will Nutzer aus Schleswig-Holstein künftig gesondert behandeln (Bildquelle: Screenshot Facebook Startseite)
Schleswig-Holsteinscher Landesdatenschutzbeauftragter Thilo Weichert sagte dem NDR, dass Facebook die Nutzer aus Schleswig-Holstein gesondert behandeln und die Übertragung derer Daten in die USA unterbinden will. Umsetzen will das Social Network die Sonderbehandlung dadurch, dass zunächst anhand der IP-Adresse die Region abgerufen wird. Falls es sich um eine IP-Adresse aus Schleswig-Holstein handelt, soll die Übertragung der Daten in die USA unterbunden werden.
Anhand der IP-Adresse lässt sich relativ zuverlässig eine Region, ein Bundesland oder gar eine Stadt zuordnen, da einzelnen Regionen bestimmte IP-Adressen zugeordnet sind, die dann bei der Einwahl vergeben werden.
Zuvor hatte Thilo Weichert angekündigt, gegen Regierungsstellen und Unternehmen des Landes Schleswig-Holstein vorzugehen. Damals war die Rede von Bußgeldern in Höhe von bis zu 50.000 Euro, wenn auf den Einsatz von Facebook-Fan-Seiten und Like-Buttons nicht verzichtet wird.
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