Microsoft eröffnet Open-Source-Zentrum in Deutschland
04.11.2008
Für die ersten Monate sind Projekte zur Skriptsprache PHP geplant
Das neue Open Source Interop Technology Center befindet sich in Unterschleißheim bei München. Laut Microsoft bietet es ein Rechenzentrum sowie Arbeitsräume für Teams. Diese sollen Open-Source-Anwendungen auf der Windows-Plattform fördern und damit den Anforderungen der Kunden gerecht werden. Geleitet wird das Zentrum von Andreas Urban, dem Leiter Open Source Strategie bei Microsoft Deutschland.
Dabei will man sich die kommenden Monate insbesondere um Projekte rund um den PHP-Support auf der Windows-Plattform kümmern. Die PHP-Unterstützung unter Windows soll verbessert werden. Die Koordination soll dabei in Zusammenarbeit mit Pierre Joye erfolgen. Pierre war ab 1994 als Senior Developer für das PHP-Projekt mit verantwortlich und ist seit September für Microsoft in Redmond beschäftigt. Außerdem soll es Projekte geben, um die Zusammenarbeit zwischen Microsoft-Software und anderen Systemen zu verbessern.
Anfang Mai 2008 ist Microsoft der Open Source Business Foundation e.V. ? OSBF (www.osbf.de) beigetreten. Sie ist ein europäisches Netzwerk der Open Source-Branche mit mehr als 120 Mitgliedern. Dabei ist Andreas Hartl in den OSBF-Vorstand aufgenommen worden. Er leitet seitdem auch die OSBF-Projektgruppe "Interoperability". Zu den Partnern in dieser Gruppe gehören neben Microsoft auch Novell, 1&1, Sopera, OpenXchange, Bird & Bird, Corisecio, Zend, Zimory und Red Hat.
"Mit der Eröffnung des Microsoft Open Source Interop Technology Center in Unterschleißheim setzen wir einen weiteren Meilenstein in unseren Aktivitäten für bessere Interoperabilität", sagt Andreas Hartl. "Hier werden konkrete Open Source-Projekte mit Business-Modellen umgesetzt. Dies ist auch im Sinne der OSBF, deren primäre Aufgabe die Etablierung von Business-Modellen bei und für Open Source-Firmen ist."
Hinweis: Am 22. und 23. Juni 2009 findet im Marshall-Haus der Messe Berlin die Open-Source-Konferenz 'Berlin Open 09' statt.


