Mitglieder sozialer Netzwerke häufig Opfer von Online-Kriminellen

15.07.2009

Neue Studie warnt vor Publikationen von privaten Daten

Mitglieder sozialer Netzwerke im Internet sind laut einer aktuellen Umfrage von Webroob öfter Opfer von Finanzbetrügern, Identitätsdiebstählen oder Malware-Infektionen. Bei der Umfrage, die unter mehr als 1.100 Mitgliedern von Facebook, LinkedIn, MySpace, Twitter und anderen beliebten Social Networks durchgeführt wurde, stellte Webroot fest, dass Nutzer oft unbedacht persönliche Informationen verraten und sich so in Gefahr bringen.

Besonders auffällig ist:

  • Zwei Drittel der Befragten machen keinerlei Details aus ihrem persönlichen Profil für öffentliche Suchmaschinen wie etwa Google unsichtbar.
  • Mehr als die Hälfte weiß nicht sicher, wer ihr Profil einsehen kann.
  • Rund ein Drittel geben mindestens drei personenbezogene Daten preis.
  • Mehr als ein Drittel verwenden dasselbe Passwort auf mehreren Websites.
  • Ein Viertel akzeptieren "Friend Requests" von Unbekannten.

Um diese Nutzer-Fehlverhalten auszunutzen, setzen Online-Kriminelle verschiedene Tricks und Malware-Arten ein. Eine gängige Taktik ist beispielsweise Phishing: Mit dieser Methode verleiten Hacker ihre Opfer, infizierte Dateien herunterzuladen, unseriöse Websites außerhalb des sozialen Netzwerks aufzusuchen oder Geld an einen "Freund in Not" zu schicken.

In den letzten Monaten hat Webroot einen Anstieg derartiger Angriffe in sozialen Netzwerken festgestellt. Dazu zählen "Trojan-MyBlot", der sich gegen die Nutzer von MyYearbook.com richtet, weitere, die auf Facebook-Nutzer abzielen, wie etwa "Koobface", sowie mehrere Angriffe, die über die Domänen "mygener.im", "ponbon.im" und "hunro.im" verbreitet werden.

Tipps für sicheres Social Networking
Webroot empfiehlt Social Networkern, die folgenden Tipps zu befolgen, um in sozialen Netzwerken ihre Privatsphäre zu wahren und Angriffe zu verhindern:

  • Schützen Sie Ihre persönlichen Information - Legen Sie mithilfe der Datenschutzeinstellungen fest, wer Ihre sensiblen Informationen einsehen kann, oder ziehen Sie in Erwägung, alle persönlichen Informationen aus Ihrem Profil zu entfernen.
  • Seien Sie skeptisch - E-Mails, Friend Requests, Website-Links etc., die aus unbekannten Quellen stammen, könnten mit Malware gespickt sein.
  • Wählen Sie Passwörter mit Bedacht - Verwenden Sie für jede Website ein anderes Passwort und wählen Sie willkürliche Kombinationen aus Zahlen und Buchstaben.
  • Verwenden Sie Viren- und Spyware-Schutz - Selbst wenn Sie glauben, nicht infiziert zu sein, scannen Sie Ihren Rechner mit einem kostenlosen Scan auf unbemerkte Viren; schützen Sie außerdem Ihren PC mit einer Internet-Security-Suite, die Virenschutz, Spywareschutz und eine Firewall umfasst.
  • Installieren Sie stets Updates - Wenn Sie bereits eine Anti-Malware-Software verwenden, installieren Sie unbedingt die Updates mit den aktuellsten Malware-Definitionen; installieren Sie außerdem die Updates für Ihr Betriebssystem.
  • Auch wenn Sie alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen haben, bleiben Sie wachsam - Da Malware-Autoren ständig neue Programme schreiben, um einer Entdeckung zu entgehen, sollten Sie sorgfältig auf verdächtiges Verhalten achten.

Von: www.ecc-handel.de

Gefördert durch: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Jetzt bookmarken:del.icio.usdigg.comfacebookgoogle.comMister WongReddittwitter