NEG-Umfrage 2010: Die wichtigsten Ergebnisse
07.12.2010
Die NEG-Umfrage 2010 wurde mit dem Ziel durchgeführt, eine aussagekräftige Stichprobe von KMU zu generieren und deren tatsächliches Nutzungsverhalten von Internetanwendungen sowie die daraus entstehenden Bedürfnisse zu untersuchen. Die bundesweite Erhebung wurde im Zeitraum vom 7. April 2010 bis zum 31. August 2010 durchgeführt. Insgesamt konnte nach umfassenden Plausibilitätsprüfungen und Filterungen des Gesamtsamples von ca. 3.500 Befragungsteilnehmern 2.751 Fragebögen in die Auswertung der vorliegenden Studie eingehen.
Die Wichtigsten Ergebnisse im Überblick:
- Zu den intensiv genutzten Internetanwendungen durch Unternehmen gehören primär die Kommunikation und Schutzmaßnahmen. Anwendungen, die mit einem hohen Integrationsaufwand sowie technischen und organisationalen Anpassungen verbunden sind, wie z. B. die elektronische Unterstützung der Ressourcenplanung oder der Logistik, werden hingegen bisher kaum von KMU genutzt.
- In Zukunft wollen die befragten Unternehmen alle Internetanwendungen intensiver nutzen. Besonders bisher kaum genutzte verkaufsfördernde Optionen wie B2C- oder B2B-Akquisitionsplattformen sollen vermehrt eingesetzt werden.
- Die KMU weisen einen hohen Informationsbedarf bei fortschrittlichen Technologien wie Web 2.0-Elementen oder Mobile Business sowie der Nutzung des Internets für Online-Werbung auf.
- Für mehr als jedes zweite Unternehmen ist Computerspionage ein Thema. Allerdings haben bisher insgesamt nur 22,4 Prozent der befragten Betriebe Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt. Während über zwei Drittel der Großunternehmen Sicherheitsmaßnahmen bereits implementiert haben, verfügt der überwiegende Anteil der kleinen und Kleinstunternehmen über keine Schutzmaßnahmen vor Computerspionage.
- Bisher sind 6,7 Prozent der befragten Unternehmen Opfer von Computerspionage geworden. Die Schadenssumme beträgt in 77,2 Prozent der betroffenen Fälle weniger als fünfzig Tausend Euro.
- Zu den durch Computerspionage bedrohten Unternehmensressorts gehören überwiegend Abteilungen mit sensiblen Firmen- und Kundendaten, wie z. B. der IT-Bereich, das Finanz- und Rechnungswesen sowie der Vertrieb.
- Die größte Bedrohung durch Computerspionage geht von den eigenen Mitarbeitern, der Konkurrenz und unbeteiligten Dritten zu gleichen Teilen aus. Jedoch unterscheiden sich die Unternehmen in Abhängigkeit von ihrer Größe in ihrer Einschätzung der betroffenen Personenkreise. Kleinstunternehmen erwarten die größte Bedrohung durch Externe, während Großunternehmen in ihren Mitarbeitern die größte Gefahrenquelle vermuten.
- Geringe Sicherheitsmaßnahmen werden von der Hälfte der Unternehmen als Ursache für Computerspionage angesehen. 31,5 Prozent der Befragten geben als Grund zunehmende internationale Geschäftsbeziehungen an und 28,6 Prozent machen steigenden Kosten für Innovation und Wettbewerb für Computerspionage verantwortlich.

