Siemens in Berlin im Aufschwung

15.03.2006

Der Standort Berlin gilt für Siemens als gesichert. Eine Aussage, die nicht immer so klar war. Der Jobabbau und die Flaute der letzten Jahre sei vorerst gestoppt, es sei sogar mit steigender Beschäftigung und mehr Umsatz zu rechnen.

Laut Gerd von Brandenstein, Chef des Berliner Büros der Siemens-Leitung, sind "alle Werke im Schnitt zu 90 Prozent ausgelastet". Dies zeige, dass Siemens sich das verbesserte Geschäftsklima in Deutschland zu Nutze gemacht hat. ?Die harte Phase der Restrukturierung haben wir hinter uns?, sagte von Brandenstein. Siemens rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit Aufträgen in Höhe von ca. 2,7 Milliarden Euro.

Noch im Geschäftsjahr 2004/2005 hatte Siemens in den Standort Berlin 350 Millionen Euro investieren müssen. Besonders gut laufen derzeit die Geschäfte der Unternehmensteile, die mit Energie zu tun haben ? bei Gasturbinen, dem Dynamo- und dem Hochspannungsschaltwerk. Zur Tochter Bosch Siemens Hausgeräte (BSH), an der Siemens zur Hälfte beteiligt ist, sagte von Brandenstein: ?Der Standort ist gesichert. Es ist nur eine Frage der Größe.? Hier hatten sich Unternehmen und Arbeitnehmervertreter eine lange Auseinandersetzung über die Produktion geliefert.

Siemens versteht sich als "Global Player", ca. 90% der Produkte gehen in den Export. Wäre die Strategie von Siemens nicht global angelegt, wären kaum die 14.000 in Berlin beschäftigten Mitarbeiter zu halten.

Von: eCOMM / Tagesspiegel

Gefördert durch: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
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