Immer mehr Agenten werden eingeschleust

29.10.2003

Die Anzahl der Agenten, die in Unternehmen Aufgaben verrichten, nimmt langsam aber stetig zu. Unter Agenten sind hier natürlich keine Spione wie James Bond und Co gemeint, sondern spezielle Anwendungen der Künstlichen Intelligenz, die altbekannte Probleme mit neuen Ansätzen zu lösen versuchen.

Im Gegensatz zu herkömmlicher Software, verrichten Agentensysteme Ihre Aufgaben relativ autonom, nehmen dabei ihre Umwelt wahr und kommunizieren mit weiteren Agenten. Dabei lassen Sie Ihr Ziel nie aus den Augen, nämlich eine Aufgabe auf dem bestmöglichen Weg zu lösen. Ein Agent zeichnet sich in der Regel durch seine lange Lebensdauer (ständig laufende Anwendung) und der Kooperation mit weiteren Agenten beziehungsweise auch realen Personen aus. Zur Zeit werden Agentensysteme zur Bewältigung von logistischen Problemen, Auktionen und der Informationssuche eingesetzt. Weitere Einsatzgebiete von Agentensysteme sind jedoch denkbar.

So könnte ein virtuelles Sekretariat aus einer Vielzahl von Agenten bestehen. Plant ein Mitarbeiter eine Reise zu einem Kunden, könnte der Reisebuchungs-Agent nach Eingabe der Kundenadresse und des Datums automatisch eine Zugfahrt buchen, den Stadtplan-Agenten kontaktieren, der einen passenden Ausschnitt des Ortes ausdruckt und den Hotel-Agenten veranlassen im Internet nach geeigneten Hotels zu suchen. Solche Dienste können flexibel erweitert werden. Ein Preisvergleich-Agent könnte beispielsweise das kostengünstigste Verkehrsmittel ausfindig machen und dieses Ergebnis mit dem Reisedauer-Agenten aushandeln.

Beim Einsatz von Agenten, muss darauf geachtet werden, dass die Anwender nicht das Gefühl der Bevormundung bekommen. Bei wichtigen Aufgaben sollten Agenten also zumindest den Nutzer fragen, bevor sie Aktionen ausführen. Einen Überlick zu Agenten-Lösungen finden Sie hier.

 

 

Von: eCOMM

Gefördert durch: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
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