Forschungsgruppe Wahlen veröffentlicht Internet-Strukturdaten für das zweite Quartal 2004
19.07.2004
Nach einer repräsentativen Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen scheint sich die die Trends der deutschen Internet-Nutzung zu verfestigen. An der Umfrage nahmen insgesamt 3736 Personen ab 18 Jahren teil.
Nach der Umfrage verfügen insgesamt 61 Prozent der deutschen Erwachsenen über einen Internetanschluß, allerdings mit deutlichen regionalen Unterschieden: Im Westen der Republik verfügen 62 Prozent über einen Zugang, im Osten sind es 53 Prozent. 69 Prozent der Männer sind online, bei den Frauen sind es erst 53 Prozent.
Ca. 80 Prozent der Altersgruppe bis 50 Jahre ist online, bei den 50- bis 59-jährigen steigt der Anteil weiter am stärksten und liegt mittlerweile bei ca. 66 Prozent.
77 Prozent der selbständigen Arbeitnehmer verfügt über einen Internet-Zugang, bei den Arbeiter liegt der Anteil bei 41 Prozent.
Immernoch scheint das Internet ein Medium der "Höhergebildeten" zu sein: 82 Prozent der Deutschen mit Hochschulreife und 62 Prozent derer mit mittlerer Reife sind online. Bei den Hauptschulabgängern ohne Lehre liegt der Anteil nur bei 24 Prozent, bei denen mit Lehre bei 40 Prozent.
69 Prozent der Internetnutzer benutzen dieses um Preise zu vergleichen, bereits 55 Prozent kaufen online ein und ca. 50 Prozent nutzen Online-Banking. Je ca. 33 Prozent nutzen das Internet für Wirtschafts-, Börsen- oder Politik-Nachrichten.
Vor allem die Nutzung als Werkzeug zum Preisvergleich weist darauf hin, wie wichtig es ist, mit dem eigenen Online-Angebot wahrgenommen zu werden, vor allem bei Suchmaschinen. Die Möglichkeiten des Internet als Marketing- und Kundenbindungs-Instrument kann aber auch kleinen Online-Shops, die nicht über Preise konkurrieren können oder wollen, Möglichkeiten eröffnen.
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