Neue Studie des Kompetenzzentrums ECC Handel zum Thema "Multi-Channel-Effekte im Handel"
06.08.2004
Abgesehen vom Online-Kaufhaus Amazon und dem Online-Marktplatz eBay dominieren Multi-Channel-Unternehmen den Business-to-Consumer-E-Commerce in Deutschland: Tchibo, Otto, Quelle und Neckermann sind die Unternehmen, die am häufigsten von Online-Shoppern besucht werden.
Das Wachstum des E-Commerce-Anteils am gesamten Einzelhandelsumsatz ist zwar beachtlich, das Niveau ist jedoch nach wie vor niedrig: Für das Jahr 2003 ermittelte der Hauptverband des deutschen Einzelhandels einen Anteil von lediglich 2,1 Prozent. Dass die Beschränkung auf den reinen E-Commerce-Umsatzanteil der Bedeutung des Internets als Vertriebskanal jedoch nicht gerecht wird, wurde bereits 2002 in einer Studie des ECC HANDEL verdeutlicht.
Die Studie zeigte auf, dass fast 30 Prozent der Internetnutzer ihren letzten Kauf in einem Ladengeschäft durch eine Internetrecherche vorbereitet hatten. Circa zehn Prozent der Befragten hatten sogar den Online-Shop des Anbieters besucht, in dessen Geschäft sie schließlich gekauft haben. Dieses als "Multi-Channel-Effekt" bezeichnete Phänomen - dass sich vielen Kunden im Internet informieren, dann aber im Ladengeschäft kaufen (und umgekehrt) - stellt den Handel vor neue Herausforderungen. Mit der vorliegenden Studie erhalten Entscheidungsträger eine fundierte Grundlage zur Beurteilung ihrer Multi-Channel-Aktivitäten.
Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass die Vertriebskanäle innerhalb eines Kaufs häufig gewechselt werden: 26,5 Prozent der Befragten informierten sich vor einem Kauf im stationären Geschäft im Internet, der Anteil im umgekehrten Fall - Information im stationären Geschäft, Kauf im Internet - beträgt 22,7 Prozent.
Die weiteren Studienergebnisse verdeutlichen, dass ein zusätzlicher Internet-Vertriebskanal für die meisten Multi-Channel-Unternehmen
klare Vorteile mit sich bringt: Zwar werden nur 2,7 Prozent des Online-Umsatzes im Ladengeschäft des entsprechenden Handelsunternehmens vorbereitet, umgekehrt werden jedoch 14,9 Prozent des stationären Umsatzes auf der Website des ausgewählten Händlers vorbereitet.
Ausserdem setzte sich die Studie mit der Frage auseinander, inwieweit es sich bei den Online-Umsätzen um Zusatzgeschäft handelt, das dem betreffenden Handelsunternehmen ohne Internetangebot entgangen wäre, und inwieweit sich die Vertriebskanäle gegenseitig "kannibalisieren".
Die vollständige Studie können Sie auf der Website des ECC Handel herunterladen, die Kosten belaufen sich auf 25 Euro zzgl. Mehrwertsteuer und Versandkosten.
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