Dell startet größten Rückruf aller Zeiten
16.08.2006
Wegen möglicher Brandgefahr durch Überhitzung hat der Computerhersteller Dell eine Rückrufaktion gestartet - betroffen sind weltweit mehr als 4 Millionen Lithiumionen-Akkus für Laptops.
Dell hatte die betroffenen Akkus in seinen Latitude-, Inspiron-, Precision- und XPS-Notebook-Serien eingesetzt und zwischen 1. April 2004 und dem 18. Juli 2006 an Kunden ausgeliefert. Dies schliesst auch mögliche Servicefälle in diesem Zeitraum ein, bei denen der Akku getauscht wurde.
Inzwischen wurde von Dell eine eigene Serviceseite eingerichtet, auf der Informationen zur Identifikation von betroffenen Akkus bereit stehen. Die besagten Akkus sind mittels Seriennummer einwandfrei zu erkennen.
Ein Betrieb der Laptops über das Stromnetz ist ungefährlich, da in diesem Fall der Akku nicht zum Einsatz kommt.
Der Rückruf dürfte wohl die größte Aktion dieser Art in der Geschichte sein. Letztes Jahr riefen unter anderem Fujitsu Siemens, HP, Maxdata und auch wiederholt Dell insgesamt hunderttausende Notebook-Akkus zurück. Die Begründung war die gleiche: Überhitzungsgefahr.
Ob die jetzige Rückrufaktion im Zusammenhang mit dem explodierten Notebook während einer Konferenz im Juni in Japan steht, erläutert Dell nicht. Der Fall kam deshalb an die Öffentlichkeit, weil der Vorgang zufällig gefilmt wurde. Fest steht allerdings dass in dem explodierten Gerät ein Akku der Serie eingesetzt war, die jetzt getauscht wird.
Als Reaktion auf die Rückrufaktion sackte der Aktienkurs der Herstellermarke Sony deutlich ab.
- Links:
- www.dellbatteryprogram.com

