Tipps für den Weihnachtseinkauf im Internet
09.11.2006
Immer mehr Menschen setzen beim Kauf von Weihnachtsgeschenken auf die zahlreichen Angebote von Onlinehändlern im Internet. Auf diese Weise entgehen sie nicht nur überfüllten Einkaufspassagen, sondern können sich auch in aller Ruhe über ein Produkt informieren und Preise vergleichen. Doch Vorsicht: Damit die Geschenke rechtzeitig unter dem Christbaum liegen und im Paket auch tatsächlich das drin ist, was bestellt wurde, sollten Sie ein paar Dinge beim Kauf berücksichtigen.
Vor allem lohnt sich ein Blick auf das Kleingedruckte auf den jeweiligen Händler-Websites.
Privatverkäufe bei eBay oft ohne Garantieleistung und Rückgaberecht
Wenn Sie Ihre Weihnachtsgeschenke bei Online-Auktionshäusern wie etwa eBay ersteigern oder kaufen, sollten Sie zuvor genau in die Artikelbeschreibung schauen. Handelt der Verkäufer nämlich nicht gewerblich sondern privat, so kann er die gesetzlichen Garantieleistungen und Widerrufsrechte ausschließen. In diesem Fall greift nicht das Fernabsatzrecht und man kann das Produkt nicht ohne Weiteres nach dem Kauf zurücksenden. Bei Angaben wie "Dies ist ein Privatverkauf ohne Garantie, oder Gewährleistungen, es ist keine Rückgabe möglich", sollten Sie deshalb besonders zu Weihnachten vorsichtig sein.
Im Zweifel empfiehlt es sich, lieber auf das Angebot eines gewerblichen eBay-Händlers zurückzugreifen. Hier haben Sie zumindest innerhalb der EU die gesetzlichen Garantie- und Gewährleistungsansprüche. Damit das Umtauschrecht - normalerweise hat man 14 Tage, bei eBay vier Wochen - auch nach Weihnachten greift, sollten Sie bei jedem Online-Einkauf den Zeitpunkt des Kaufes bedenken. Idealerweise sollte die zweiwöchige Rückgabefrist entweder zwischen den Jahren oder im neuen Jahr enden.
Voraussichtlicher oder garantierter Versand
Um sich die Freude auf das Fest nicht zu verderben, ist es wichtig, dass die bestellten Waren rechtzeitig zu Hause eintreffen. Doch bei den Versandarten gibt es Unterschiede. Handelt es sich um einen in Aussicht gestellten Versand zu einem voraussichtlichen Zeitpunkt, bedeutet das nicht unbedingt eine pünktliche Lieferung. Onlinehändler wie beispielsweise Amazon treffen präzise Aussagen darüber, wann etwas bestellt werden muss, damit die bestellte Ware noch rechtzeitig zum Fest eintrifft.
Wer hier für einen Aufpreis die Lieferung durch einen Kurierdienst wählt, geht in der Regel auf Nummer sicher. So lassen sich Sendungen meist sogar bis zu ihrem Eintreffen online verfolgen. Generell ist es jedoch von Vorteil, Onlinekäufe nicht erst kurz vor Heiligabend zu tätigen.
Größere Bestellungen sparen oft Porto und Versand
Viele Onlinehändler räumen ab einer bestimmten Bestellmenge entweder Versandpauschalen ein oder verzichten gänzlich auf zusätzliche Gebühren für den Transport. Daher kann es sich unter Umständen rechnen, mehrere Waren bei demselben Onlinehändler zu bestellen, obwohl die Einzelpreise zunächst teurer sind. Bei der Lieferung hat man als Kunde oft die Wahl zwischen Sammel- und Einzellieferungen. Bei der Sammellieferung werden alle Produkte gemeinsam ausgeliefert. Bei der Einzellieferung werden verfügbare Waren hingegen bereits dann ausgesandt, wenn andere Teile der Bestellung noch nicht vorrätig sind. Teilweise wird hierfür allerdings ein Aufpreis fällig.
Fazit: Augen auf beim Weihnachtskauf
Wer Angebote und Preise sorgfältig vergleicht, kann beim Weihnachtseinkauf im Internet Geld, Zeit und Nerven sparen. Allerdings sollte man auch auf das Kleingedruckte achten, um keinen Reinfall zu erleben. Auch beim Handel mit Waren im Internet ist nicht alles Gold, was glänzt. Klingt ein Angebot zu schön, um wahr zu sein, ist grundsätzlich erst einmal Misstrauen angebracht. Erfolgt der Handel in einer fremden Sprache, sollte man als Kunde unbedingt darauf achten, dass man alle wichtigen Details genau verstanden hat. Auch können in anderen Ländern teilweise andere Vorschriften und Gesetze für den elektronischen Handel gelten.
Hinweise zur Wahl des Online-Händlers, zu Bezahlmethoden im Internet und weitere interessante Sicherheits-Tipps erhalten Sie auf der Infoseite zum Thema Online-Shopping. Wer sich visuell informieren möchte, kann die so genannte "Safety Card" der Kampagne "Online Kaufen ? mit Verstand!" downloaden. Sie illustriert in 13 Bildern, was generell beachtet werden sollte, um beim Einkaufen im Internet auf der sicheren Seite zu sein.

