IT-Manager sehen Tagesgeschäft als Innovationsbremse

18.01.2007

Unternehmen investieren zu viel Zeit in die Wartung ihrer vorhandenen IT-Systeme. Dadurch bleibt ihnen zu wenig Spielraum für die Entwicklung von neuen IT-Diensten, mit denen sie das IT-Management automatisieren und Kosten senken können.

Das hat das britische Marktforschungsinstitut Benchmark Research in einer aktuellen europaweiten Studie im Auftrag von HP Services herausgefunden.

Laut der Studie hat die IT-Sicherheit weiterhin die höchste Priorität: Auf der Liste der 16 wichtigsten Herausforderungen für die IT steht sie an erster Stelle. Das allgemeine Risikobewusstsein hat durch die verschiedenen Sicherheitsbedrohungen zugenommen: Mehr als ein Drittel der Befragten sieht in externen Hacker-Angriffen und Viren das größte Sicherheitsrisiko. Gleich nach der Sicherheit kommen Themen wie die Datenintegrität sowie das Identity Management.

Das übergreifende Ziel - neben der Sicherheit - ist und bleibt auch in der Zukunft die Kostenreduktion. Der Index zeigt jedoch auch, dass 32 Prozent der IT-Ausgaben wieder in die IT investiert werden.

Die von HP Services beauftragte Studie ergab außerdem, dass 75 Prozent aller IT-Abteilungen die Prozesse im Unternehmen noch besser unterstützen wollen. Dadurch möchten die IT-Verantwortlichen die Performance steigern, um rasch auf schnell wechselnde geschäftliche Anforderungen zu reagieren. Hier zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen den Wünschen der IT-Manager und dem realen Tagesgeschäft: So macht die Studie deutlich, dass die Verantwortlichen größten Herausforderungen mit dem Betrieb der bestehenden IT-Infrastruktur verbinden. Neben der Sicherheit sind es die Kosten für Ausfallzeiten, Instabilität sowie "Rund-um-die-Uhr"-Verfügbarkeit, die den größten Anteil des IT-Budgets ausmachen. Dadurch kommt der Innovationsanteil zu kurz.

Die Wahrnehmung von aktuellen Entwicklungen und Trends im IT-Services- Umfeld ist laut Studie immer noch niedrig: Nur 31 Prozent der IT-Entscheider sind mit dem Konzept der Service-orientierten Architektur (SOA) und 48 Prozent mit dem Shared Services-Modell wirklich vertraut. Tino Canegrati, Vice President HP Services für Europa, den mittleren Osten und Afrika, ist jedoch überzeugt, dass SOA und Shared Services sich in Zukunft durchsetzen werden: "Wer wettbewerbsfähig bleiben will, braucht eine adaptive Infrastruktur - also eine standardisierte, modularisierte und integrierte IT. Nur so kann die IT-Abteilung dem Unternehmen flexibel neue IT-Dienste zur Verfügung stellen und gleichzeitig die Kosten optimieren."

Von: eCOMM / ChannelPartner

Gefördert durch: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
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