Windows 7 für jeden zum Ausprobieren

08.01.2009

Microsoft wagt erneut den Schritt zur öffentlichen Beta-Version.

Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas, einer der weltweit größten Messen für Unterhaltungselektronik, wurde jetzt das Datum für den öffentlichen Beta-Test der neuen Windows-Version 7 bekannt gegeben. In seiner Keynote gab Microsoft Steve Ballmer bekannt, dass die neue Version des Betriebssystems ab 9. Januar für jeden Interessierten zum Download zur Verfügung steht. Wie schon bei Windows Vista wird damit auf die Öffentlichkeit als Tester zurückgegriffen.

Vorgeführt wurden bei Ballmers erstem CES-Auftritt nach dem Abgang von Bill Gates auch die neuen Funktionen von Windows 7. Letzteres ist laut dem Heise Zeitschriftenverlag vor allem ein Microsoft Vista mit neuer Oberfläche und zahlreichen neuen Funktionen: Unter anderem soll eine neue Taskleiste den Umgang mit laufenden Programmen erleichtern. Dies geschieht durch eine "Jumplist", die bei Rechtsclick auf das entsprechende Programm die beliebtesten Funktionen zu diesem anzeigt. Preview-Fenster in der Task-Leiste werden zudem nun nicht nur im Mini-Format sondern in voller Größe angezeigt.

Die in Vista eingeführte Sidebar verschwindet wieder, dafür sind die kleinen Mini-Anwendungen, die Microsoft Gadgets nennt, nun direkt auf dem Desktop zu finden und in der Größe veränderbar. Bei Klick auf eine Schaltfläche verschwinden alle Programmfenster, so dass ein schneller Blick auf die Gadgets möglich ist. Programmfenster lassen sich nun an den Bildschirmrändern einrasten - geschieht dies am oberen Bildrand, führt dies zur Maximierung des Fensters. Zieht man zwei Fenster an gegenüberliegende Bildschirmränder, werden beide Fenster bildschirmfüllend nebeneinander dargestellt.

Mit sogenannten Libraries lassen sich Dateien oder Verzeichnisse zusammenfassen, ohne ihre Position im Dateisystem zu verändern. Auch neu ist die Netzwerkverwaltung: Computer in einem Netzwerk werden zu einer sogenannten Homegroup zusammengefasst, Anfragen an die Gruppe dezentral an jeden Rechner weitergeleitet. Das Einstöpseln von Plug&Play führt jetzt unweigerlich zum Start der Device Stage, die alle Geräte zentral verwaltet. Ein neues Framework ermöglicht dabei auch die Synchronisierung von Handys mit Kontakten, Terminen, Aufgaben, Fotos und Musik.

Viele Funktionen sind bereits seit längerem von Apples Betriebssystem OS X bekannt - so auch die Multi-Touch-Fähigkeit von Windows 7. Mit dieser lassen sich ähnlich wie bei einem iPhone über einen Touchscreen oder ein Touchpad mit Mehrfingergesten Dateien effizienter verwalten, Slideshows von Fotos bedienen und vieles mehr. Der dann störende Mauszeiger wird dann ausgeblendet.

Möglicherweise will Microsoft auch eine speziell für das neue Segment der Netbooks angepasste Light-Version von Windows 7 auf den Markt bringen. Details dazu liess Steve Ballmer aber nicht verlauten.

Von: eCOMM Berlin

Gefördert durch: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
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