IP-Adressen restlos ausgeschöpft - keine neuen Web-Auftritte mehr möglich

01.04.2009

Es wird eng im Netz

Am heutigen Morgen wurde die Meldung über namhafte deutsche Nachrichtenzentralen publiziert: Es wird eng im Netz - alle IP-Adressen sind aufgebraucht. Der Chef der amerikanischen Vergabestelle von IP-Adressen Arin (American Registry for Internet Numbers), John Curran, bestätigte heute Morgen auf Anfrage des ECC Handel die Nachricht. Studien zeigen auf, dass bereits Ende 2008 91 Prozent der insgesamt möglichen IP-Adressen verbraucht waren. Die verbleibenden neun Prozent schwanden bereits in den ersten drei Monaten dieses Jahres deutlich.

Wie die Netzzeitung bereits im Mai 2008 feststellte, ermöglicht das für den Datenverkehr im Netz grundlegende Internet-Protokoll 3,7 Milliarden Adressen - bei einer Weltbevölkerung von 6,7 Milliarden sind dies jedoch deutlich zu wenig. Auch die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) warnte bereits im Mai in einer Pressemittleilung vor dem anstehenden Kollaps. Damals gingen die Experten allerdings davon aus, dass erst in drei Jahren die Internetadressen knapp werden. Mit einer derart rasanten Entwicklung hatte vor einem Jahr niemand gerechnet.

Gründe für den rasanten Verbrauch von IP-Adressen gibt es viele. So gehen eine Vielzahl der im letzen Jahr registrierten Adressen auf das Konto der BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China). Die weiter steigende Zahl von Smartphones mit eigener IP-Adresse wird ebenso als Grund für die dramatische Entwicklung gesehen. Doch der Hauptgrund scheint das sogenannte Domaingrabbing zu sein. Wie die Süddeutsche Zeitung bereits festellte, wurden die restlichen Domains in den letzten Tagen verstärkt aus reinen Spekulationsgründen gekauft. Gerade mit Beginn der Finanzmarktkrise nutzten viele Spekulanten und Zocker die knapp werdenden IP-Adressen als Investition.

Von: www.ecc-handel.de

Gefördert durch: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
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