Werbewirkung bei iPhone-Userinnen am schlechtesten

19.10.2009

Post-Click-Raten bei Standard-Handys schlagen Smartphones

Mobil verschickte Werbeanzeigen kommen bei weiblichen iPhone-Nutzern deutlich weniger gut an als bei jenen Userinnen, die ein Mobiltelefon besitzen, das lediglich über die grundlegendsten Funktionen verfügt. Was die Effektivität von Werbe- und Marketingkampagnen betrifft, legt das Smartphone von Apple bei der wichtigen Zielgruppe der Frauen zwischen 19 und 49 Jahren eindeutig die schlechteste Performance hin. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt ein aktueller Bericht des US-amerikanischen Mobilfunk-Marketingunternehmens Brand in Hand.

Schwer zu erreichende Zielgruppe

Als Basis für seine Aussagen dient Brand in Hand die Analyse von insgesamt mehr als 60 verschiedenen mobilen Werbekampagnen, die das Unternehmen im Laufe der vergangenen zwei Jahre in den USA durchgeführt hat. Diese kam zu dem Ergebnis, dass die Post-Click-Rate bei weiblichen iPhone-User im Durchschnitt nur einen Wert von 1,3 erreicht, während bei herkömmlichen Handys um drei bis 3,5 mehr Seitenaufrufe generiert werden.

"Eine Post-Click-Rate von 1,3 bedeutet, dass die iPhone-Userinnen, nachdem sie auf Werbebanner im mobile Web geklickt haben, im Schnitt 1,3 Internetseiten der beworbenen Unternehmens besucht haben", erklärt Matthias Schodits, Region Manager Central and Eastern Europe beim internationalen Mobile-Marketing-Dienstleister YOC Group.

 

Überraschendes Ergebnis

"Unsere Erfahrungen geben keinerlei Hinweis darauf, dass es einen signifikanten Unterschied der Werbeeffizienz zwischen männlichen und weiblichen Nutzern gibt", ergänzt Schodits. Gleichzeitig sei aber klar, dass Frauen naturgemäß auf einige Themen stärker reagieren würden als Männer. Dass die Post-Click-Raten bei Userinnen des Apple Smartphones geringer ausfallen als bei herkömmlichen Standard-Handys, sei doch etwas überraschend. "Smartphone-Besitzer sind in der Regel weitaus stärker im mobilen Web unterwegs und müssten daher eigentlich auch besser bei den Untersuchungsergebnissen abschneiden", meint Schodits.

Auch der aktuell vorgelegte Bericht kann in diesem Zusammenhang keine umfassende Erklärung für das schlechte Abschneiden von Werbung bei weiblichen iPhone-Usern liefern. John Hadl, Mitgründer von Brand in Hand, hat aber die Theorie, dass Frauen zwischen 19 und 49 Jahren ihr Smartphone wesentlich aufgabenorientierter nutzen als andere Zielgruppen. Als Konsequenz würden sie sich auch nur sehr schwer von ihrer jeweiligen Tätigkeit ablenken lassen, was eine möglicher Grund für die niedrigen Seitenaufrufe der beworbenen Marken und Unternehmen sein könnte, so die Vermutung Hadls.

Von: http://pressetext.de

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