BSI: Steigende Gefahr durch immer professionellere Phisher

26.07.2010

Für Internetnutzer wird zunehmend schwerer, die E-Mails, mit denen Betrüger sie auf gefälschte Seiten locken wollen, von echten E-Mails zu unterscheiden.

Das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik hat seinen ersten Quartalslagebericht 2010 vorgelegt. Daraus geht hervor, dass es für Internetnutzer zunehmend schwerer wird, die E-Mails, mit denen Betrüger sie auf gefälschte Seiten locken wollen, von echten E-Mails zu unterscheiden. Und auch die Phishing-Seiten selbst, auf der die Nutzer dann ihre Daten eingeben sollen, werden den Originalseiten immer ähnlicher, so dass die Gefahr auf Betrüger hereinzufallen steigt. Eine weitere Gefahr für die Computersicherheit stellen USB-Sticks dar, da sie schädliche Software von Computer zu Computer weitergeben. Um sich vor Viren und Würmern zu schützen, sollten Nutzer die Autorun-Funktion von Windows für USB-Sticks deaktivieren und die Dateien vor dem Öffnen oder Kopieren stets mit einem Antivirenprogramm prüfen.

Die Verbreitung von Spam mit schädlicher Software im Anhang im letzten Jahr ebenfalls stark angestiegen - von 600 Millionen auf drei Milliarden E-Mails pro Tag. Angriffe werden außerdem über soziale Netzwerke wie Twitter durchgeführt, - hinter Kurz-URLs verbergen sich hier häufig Malware-Seiten. Schließlich geht auch von gefälschter AntiViren-Software eine große Gefahr aus - sie nervt den Verwender mit Warnungen über angebliche Infektionen, während sie eigentlich den Zugang zu echten AV-Seiten sperrt.

Hier kann man den Quartalslagebericht herunterladen.

Von: www.heise.de

Gefördert durch: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
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