Viele KMU vernachlässigen die IT-Sicherheit
30.03.2011
Eine gemeinsame Studie Datev, Sophos und SAP mit dem Hightech-Verband BITKOM im Rahmen ihrer Arbeit für den Verein „Deutschland sicher im Netz“ (DsiN) kam zu einem ernüchternden Ergebnis - zumindest was die IT-Sicherheit in kleinen und mittleren Unternehmen anbelangt. Demnach hat nur jedes vierte Unternehmen einen Notfallplan für den Fall, dass die IT-Systeme ausfallen.
"Ähnliche wenige besitzen Sicherheitsrichtlinien und verbindliche Organisationsanweisungen zu Datenschutz und IT-Sicherheit. Drei Viertel der Mittelständler verzichten auf regelmäßige Schulungen und Informationen ihrer Mitarbeiter. Ein knappes Drittel (32 Prozent) hat überhaupt keine organisatorischen Maßnahmen zu Datenschutz und IT-Sicherheit getroffen" (BITKOM).
Im Bereich der technischen Lösungen wir Virenscanner, Spamfilter oder Firewall gibt es laut BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer hingegen Fortschritte. Diese Lösungen gehören mitlerweiler zur Standardausstattung der KMUs. Große Defizite sieht Sheer aber bei der Unternehmensorganisation.
"Studien zeigen, wie stark die Wirtschaft bereits heute von ITK-Kriminalität betroffen ist: Mehr als die Hälfte aller Unternehmen, die 2010 Opfer von Wirtschaftskriminalität wurden, verzeichneten Schäden durch ITK-Kriminalität. 2006 lag der Wert noch bei 23 Prozent. Der durchschnittliche Schaden lag bei 300.000 Euro" (BITKOM).

