Neue Betrugsmasche: Malware gibt sich als Bundestrojaner aus
31.03.2011
Internetbetrüger sind ja bekanntlich kreativ. Eine neue Malware ist dabei besonders dreist: Der Schädling übernimmt die Kontrolle überi einen Windows-Rechner und gibt sich dabei als Bundestrojaner aus.
Wer sich den Trojaner einfängt, wird auf eine Webseite geleitet, die sich als offizielle Seite des Bundeskriminalamtes tarnt. Dem Besitzer des Rechners wird dann vorgeworfen, dass von dem Rechner aus illegale Inhalte wie Kinderpornografie, Sodomie oder Gewalt gegen Kinder aufgerufen wurden. Außerdem wird dem ahnungslosen Nutzer vorgeworfen, solche Inhalte auf dem Rechner zu haben. Dem Nutzer werden auf der Seite außerdem seine Rechnerdaten angezeigt - Browser, Betriebssysten, IP-Adresse etc. Erkennbar ist die gefälschte Seite u.A. an der Häufung an Rechtschreibfehlern.
Gleichzeitig übernimmt der Schädling die komplette Kontrolle über das Betriebssystem, in dem er sich in über 30 Stellen der Registry einnistet und wird somit direkt nach dem Systemstart mit ausgeführt. Der schadhafte Prozess lässt sich auch nicht mit Hilfe des Taskmanagers beenden, denn der Zugang zum Taskmanager wird gesperrt.
Der Nutzer wird aufgefordert, innerhalb von 24 Stunden eine "Strafe" in Höhe von 100 € über den anonymen Internet-Bezahldiens Ukash zu leisten. Erst dann werde die Sperre des Rechners aufgehoben, heißt es auf der gefälschten Seite.
Der neue Schädling wird derzeit noch nicht von allen Antivirenprogrammen erkannt. Potentiell gefährdet sind Rechner mit Windows XP, Vista und 7. Sollte der Rechner bereits mit dem Trojaner infiziert sein, hilft nur noch eine Rettungs-CD.


